Chansons
Beim Abspielen wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt.
Rosenzeit
Ein Liederzyklus aus jahrhundertealten Texten – erstaunlich unmittelbar.
Ich habe die Lieder mit großer Sorgfalt komponiert und für Gesang und Klavier eingerichtet. Dabei war mir wichtig, einen musikalischen Rahmen zu schaffen, der Orientierung gibt und zugleich Raum für die Persönlichkeit der Ausführenden lässt.
Tempo, Dynamik und Ausdruck sind daher als musikalische Gestaltungsvorschläge zu verstehen. Sie dürfen innerhalb des Charakters des jeweiligen Liedes individuell interpretiert werden. Die Komposition selbst und ihre musikalische Substanz bleiben dabei die Grundlage.
Denn ein Lied lebt nicht allein von den Noten. Es entsteht immer auch durch die Stimme, den Klang, die Artikulation und die Persönlichkeit der Menschen, die es aufführen. So kann dasselbe Stück immer wieder neu und unmittelbar wirken – ohne dass es seine Identität verliert.
Auch in den Klavierbegleitungen steckt viel Detailarbeit. Jede Note wurde bewusst gesetzt. Gleichzeitig habe ich die Sätze so angelegt, dass sie sowohl klassisch ausgebildeten Pianistinnen und Pianisten als auch Musikerinnen und Musikern mit Erfahrung aus Chanson, Jazz oder Generalbass vertraut sein können.
In den meisten Liedern sind die Harmonien angegeben. Sie können bei der musikalischen Gestaltung als Orientierung dienen. Im Mittelpunkt bleiben jedoch immer Text, Melodie und Charakter des jeweiligen Liedes.
„Rosenzeit“ kann akustisch oder mit Mikrofon aufgeführt werden. Beide Möglichkeiten eröffnen unterschiedliche Klangräume und damit unterschiedliche Formen der Interpretation. Eine Chanson- oder Jazzsängerin wird vielleicht die Nähe des Mikrofons bevorzugen, während eine klassisch geprägte Sängerin die akustische Variante wählt.
Auch die Besetzung lässt Raum für unterschiedliche Stimmen: Ursprünglich habe ich die Lieder für eine Sängerin komponiert. Die meisten Stücke können ebenso von einem Sänger interpretiert werden.
Der Liederzyklus „Rosenzeit“ dauert etwa 90 Minuten. Die Lieder sind in der Notenausgabe in der entsprechenden Reihenfolge zusammengestellt.